AMIGA-Magazin · Ausgabe 10/98 · Internet-Tool: ICQ und Amiga

Aktuelles Heft 10/98

Wiedersehen macht Freude!

Mit ICQ von Mirabillis sind Kontakte im Internet blitzschnell hergestellt ­ einfach Daten in einem Client angeben und nach einem User online suchen. Viel einfacher und eleganter, als zum Telefon zu greifen. Das funktioniert natürlich auch mit dem Amiga.

von Jörn-Erik Burkert

Die Abkürzung ICQ steht für »I seek you« oder zu Deutsch »Ich suche Dich«. Startschuß zu diesem Projekt war im Dezember 1996 bei Mirabillis. Seit dem haben sich ca. 12 Millionen User weltweit registrieren lassen und laut Mirabillis wächst die Zahl täglich.

So funktionierts

Grundlage von ICQ ist eine Datenbank, die auf dem Mirabillis-Server zu Hause ist. Dort trägt man sich als User ein und bekommt eine ICQ-Nummer (UIN). An Hand dieser Nummer kann man jeden registrierten User im Web finden. Dazu muß man aber online sein und den ICQ-Client starten. Der baut eine Verbindung mit dem Mirabillis-Netz auf und fragt alle Daten ab. Bei der Registrierung kann man Name, E-Mail-Adresse, die eigne Homepage und persönliche Angaben vermerken. Falls man die ICQ-Nummer eines Freundes nicht zur Hand hat, kann man mit Hilfe markanter Daten oder des Namens auch in der Mirabillis-Datenbank suchen und versuchen, den User finden. Als zusätzlichen Service bietet ICQ einen E-Mail-Service, der den User sofort benachrichtigt, wenn eine Nachricht eingetroffen ist. Voraussetzung: Man muß online sein. Ist das nicht der Fall, wird die eingehende Mail auf dem ICQ-Server gespeichert und beim nächsten Login serviert. ICQ-Clients haben eine Datenbank integriert, die UINs und die zugehörigen Daten speichert. Der Client zeigt, ob die in der lokalen Datenbank eingetragenen User online oder momentan nicht mit dem Internet verbunden sind. Wem der eine oder andere Zeitgenossen nicht genehm ist, kann Messages von diesen Personen durch den Client blockieren oder sich für diese Leute ganz »unsichtbar« machen. Entsprechende Optionen bietet ICQ.

ICQ mit dem Amiga

Amiga-Besitzer können ebenfalls bei ICQ dabei sein. Grundlage ist ein Client und davon gibt es für den Amiga gleich mehrere. »DCicq« und »STRicq« glänzen mit einer komfortablen Oberfläche. »Micq« ist ein Client für Shell-Nutzer. Alle drei Programme haben aber einen Nachteil ­ die Anmeldung bei Mirabillis funktioniert (noch) nicht vom Amiga aus. Man muß wohl erst einmal zu einem PC oder Mac greifen, um die Anmeldeprodzedur beim ICQ-Server durchzuführen. An dieser Stelle war ein vierter Amiga-Client schon weiter ­ »AmigaICQ«. Die Entwicklung wurde aber eingestellt, da der Support von Mirabillis nur sehr schleppend verlief. Eigentlich schade, denn von den Features war AmigaICQ eigentlich sehr gut und die MUI-Oberfläche konnte durchaus mit dem Windows-Pendant mithalten. Letzlich kann man nur hoffen, daß die Programmierer der anderen Lösungen die Feature-Liste erweitern und die Anmeldung beim ICQ-Service bald integriert wird. Bis dahin muß man die Anmeldung auf einem Fremdrechner vornehmen.

Sinn und Nutzen Wer gern anonym im Netz unterwegs ist, für den ist ICQ sicher nichts. Wer aber einen großen virtuellen Freundeskreis hat, wird ICQ zu schätzen wissen. Kontakte sind schnell hergestellt und Nachrichten mit Hilfe von ICQ rasch ausgetauscht. Doch nicht nur im privaten Bereich ist ICQ interessant. Teilweise bieten Firmen ihren Partnern per ICQ Support rund um die Uhr an. Der Vorteil: Man spart Telefonkosten, wenn der Geschäftsfreund oder die Hotline am anderen Ende der Welt sitzt. Einfach auf die ICQ-Liste blicken und bei Bedarf eine Message an den User am anderen Ende der Leitung übermitteln.

Online-Informationen zu ICQ
Alle Informationen zu ICQ und zu den Amiga-Ports finden Sie im Internet:
http://www.mirabillis.comHomepage der ICQ-Erfinder
http://www.icq.comICQ-Homepage
http://www.mcmedia.com.au/amigaicq/Hompage AmigaICQ
http://surf.to/amigaicqICQ-Ports für Amiga

 


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Zuletzt aktualisiert am 08. September 1998.