AMIGA-Magazin · Ausgabe 5/02 · Tipps&Tricks: Samba

Aktuelles Heft 5/02

MacOS X tanzt mit Amiga ...

Die Vernetzung des Amiga mit anderen Computer-System erfolgt am besten über Samba. Das funktioniert mit Windows-PC, Linux und MacOS. Wie es unter dem brandneuen MacOS X von Apple funktioniert, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

von Steffen Häuser

Zugriff bei anderen:
Mit SMB-Net lassen sich Netzlaufwerke verwalten und ansprechen.

Ein Fallstrick zu Beginn ist, dass man nach Installation von MacOS X davon ausgehen könnte, dass Samba bereits auf dem Mac installiert ist. Was jedoch per Default installiert ist, ist nur ein Sharing mit Windows-Freigaben, das mit der Amiga-Version von Samba nicht zusammenarbeitet.

Glücklicherweise gibt es eine Portierung von Samba für MacOS X (s. Kasten »Samba: Internet-Informationen«). Für die Installation benötigt man folgende Archive:

Samba für MacOS X: Samba_X_2.2.2.sit
Samba Server Config: ssp_1.5.sit
Samba Browser: SmbBrowse.71.sit

»Samba X« lässt sich dabei bequem durch Doppelklick mit dem MacOS-Installer auf die Platte schaufeln. Das ebenfalls erforderliche »Server Config Tool« besteht aus zwei Dateien: Das »PrefererencesPane« wird nach /Library/ PreferencesPanes kopiert, die Applikation aber nach Applications. Alternativ kann man auch einfach die pplikation starten und wenn MacOS X nach dem »PreferencesPane« fragt, angeben, wo dieses im System installiert ist.

MacOS-X-Client
MacOS-X-Client lässt sich sowohl als Server, als auch als Client verwenden ­ wir zeigen beide Möglichkeiten. Zur Verwendung des Macs als Client auf einem anderen Server startet man die »SmbBrowse«-Oberfläche (s. »Zugriff bei anderen«). Man kann nun per Maus durch die Domains ­ im Screenshot heißt diese BIRDLAND ­ browsen. Im Beispiel wurde der Rechner LORD dieser Domain angewählt und dort das freigegebene Share tmptmp. Auf der rechten Seite des Bilds wurden Username, Passwort und Domain eingetragen ­ hier muss man auf Klein/ Großschreibung achten. Der Eintrag WINS-Server wurde einfach entfernt, da LORD keine solche Funktion bietet. Ein einfacher Klick auf "Mount" verbindet dann den MacOS-X-Rechner mit dem ausgewählten Share und zeigt ein passendes Symbol auf der Oberfläche von MacOS X an. Diese Aktion kann u.U. ein paar Sekunden dauern. Im Anschluss lassen sich Dateien auf Netzlaufwerk direkt mit dem Finder manipulieren. Hinweis: Die Rechte zur Bearbeitung von Dateien werden bei der Konfiguration der Gegenseite (in diesem Falle auf dem Amiga) in der smb.conf auf dem Mac festgelegt.

 

Server-Konfiguration:
Die Einstellungen von Rechnername und Workgroup mit Hilfe von »Server Config«.

Allgemein:
In diesem Abschnitt werden die freizugebenen Verzeichnisse als Netzlaufwerke definiert.

Ergebnis:
Im letzten Teil von »Server Config« wird die aktuell eingestellte Konfiguration angezeigt.

Samba-Server unter MacOS X

Resteinstellungen:
Über das »ConfigurationsPane« lassen sich die Einstellungen final für den Samba-Server festlegen.


Die Verwendung des Macs als Samba-Server ist ebenfalls möglich, jedoch sind zunächst einige Konfigurationen zu erstellen. Das erfolgt mit dem zuvor installierten »PreferencesPane« und mit dem »Server Config«-Tool. Danach wird eine Konfiguration, die im »Server Config«-Tool definiert wurde, im »PreferencesPane« geladen und als Mac-Samba-Konfiguration festgelegt. Die Konfiguration des Samba-Servers ist abgeschlossen.

Die Abbildung »Server-Konfiguration« zeigt, wie man den Rechnername und Workgroup für den Samba-Server unter MacOS X mit »Server Config«-Tool einstellt. Danach sollte man auf das Global-Tab (s. Allgemein«) wechseln und dort die Verzeichnisse (Shares) zur Freigabe definieren. Dort kann man auch die Home-Verzeichnisse für die User im Netzwerk festlegen. Im unteren Teil legt man die für den Server zugelassenen und nicht erlaubten Rechner fest. Außerdem kann man Mac-spezifische Dateien für die User im Netzwerk verbergen. Will man Amiga-spezifische Dateien verstecken (z.B. info), muss man die macosx.sscf später per Hand bearbeiten und die Endungen eintragen.

Im Tab »Shares« (s. »Freigaben«) kann man für den Mac ein oder mehrere Netzlaufwerke erstellen, die von anderen Rechnern aus erreichbar sein sollen. Der Name des Shares ist dabei immer in [ ] eingeschlossen. Bei Path wählt man das Verzeichnis, das im Netzwerk freigegeben werden soll. Es können natürlich auch Einschränkungen vorgenommen werden, welche User auf den Share zugreifen dürfen, und ob sie Schreibzugriff besitzen oder nicht. Im letzten Tab des »Server Config«-Tools sieht man das Ergebnis der Samba-Server-Konfiguration (s. »Ergebnis«). Über das Menü kann man nun die Konfiguration speichern.

Es ist nun Zeit, das »PreferencesPane« für Samba zu starten, falls dies nicht bereits geschehen ist. Im Configurations-Tab (»Resteinstellungen«) kann man eine der zuvor definierten Konfigurationen wählen oder auch noch einmal editieren. In diesem Fall startet das »PreferencesPane« von MacOS X automatisch das »Server Config«-Tool.

Im Global-Tab des »PreferencesPane« kann man das Samba-Sharing per Mausklick starten bzw. stoppen oder auch die Konfiguration ändern. Der aktuelle Status des Samba-Servers wird rechts unten im Fenster des Tools angezeigt (s. »Auf Knopfdruck«).

Auf Knopfdruck:
Im Global-Bereich des »ConfigurationsPane« wird der Samba-Server gestartet bzw. angehalten.

Verbindungs-Check:
Über das Connections-Tab lassen sich die Verbindungen für den Samba-Server anzeigen.

Benutzer-Verwaltung:
In dieser Option kann man die User verwalten und Passwörter vergeben.

Auf dem Amiga
Es ist nun an der Zeit, sich dem Amiga zuzuwenden. Wer bereits Samba installiert hat braucht nichts am System auf dem Amiga zu ändern. Es muss nur noch ein Mount-Eintrag für smbfs eingeben werden, um sich mit dem Samba-Server unter MacOS X zu verbinden. In unserem Beispiel lautet die Befehlszeile wie folgt:

run >nil: smfbs volume=
ÂMacOSX workgroup=BIRDLAND Âdevice=TheMac
Âpassword=meinpassword
Âusername=magicsn
Âservice=//MAC/MacOSX

Samba: Internet-Informationen
Webseite URL
Samba http://www.samba.org
Amiga Samba http://www.amigasamba.org
Samba MacOS X http://www.versionwatch.com

Dabei sollte man sichergehen, dass auf dem Amiga Samba bereits wie im früheren Ausgabe des Amiga Magazins (s. [1], [2]) erläutert, installiert ist. Außerdem sollte der Rechner Mac in der Datei Amitcp:db/hosts bzw. unter »Hosts« unter Miami definiert sein. Man kann nun die Mac-Platte von der Workbench aus als TheMac: ansprechen und Daten austauschen.

Wenn nun ein User sich mit dem Mac verbindet und Daten austauscht, kann man die offenen Verbindungen über das Connections-Tab im »Preferences-Pane« überwachen (s. »Verbindungs-Check«). Außerdem lassen sich die Samba-User über das Users-Tab verwalten (s. »Benutzer-Verwaltung«). Man kann hier den Zugriff auf die freigegebenen Laufwerke des Mac zulassen oder sperren.

lb

Literatur:
[1] Samba in Miami, Jörn-Erik Burkert, AMIGA Magazin 2/1999
[2] Fenster auf!, Jörn-Erik Burkert, AMIGA Magazin 6/1999

 


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Zuletzt aktualisiert am 13. 4. 2002.