von Martin Steigerwald
Es gibt viele verschiedene Wege, um AmigaOS XL zu installieren. Diese stellen
unterschiedliche Anforderungen an Computerkenntnisse. Am leichtesten ist sicherlich
die Installation bzw. Verwendung von AmigaOS XL ohne Umpartitionierung der Festplatte.
Wenn es jedoch darum geht, die Festplatte des PCs umzupartitionieren oder gar
eine bestehende Windows-Partition verlustfrei zu verkleinern, ist es sinnvoll,
genau zu wissen, was man tut. Die Installation eines Boot-Managers, um AmigaXL,
AMIthlon, Linux oder auch Windows zu booten, ist mitunter schon eine Wissenschaft
für sich.
Dieser Workshop beschreibt leichte und schwierigere Methoden, um AmigaOS XL
zu installieren und zu nutzen. Die für Sie geeignete Methode können
Sie anhand einiger Fragen herausfinden.
Ohne Partitionierung
Möchten Sie keine bestehende PC-Festplatte umpartitionieren?
AMIthlon können Sie von der CD starten. Amiga-Daten können Sie auf
eine zweite Festplatte speichern, die sie komplett für den Amiga reservieren.
Dies kann auch eine alte Amiga-Festplatte sein. So haben Sie leichten Zugriff
auf ihre Daten.
Wenn Sie Windows nutzen, können Sie QNX unter Windows installieren und
so auch AmigaXL nutzen. QNX hängt sich dabei unter Windows 95/98 in die
Config.sys ein und bietet ein Boot-Menü an. Dann kann anstelle von Windows
AmigaXL gestartet werden. Unter Windows 2000 bzw. XP ist für diese Prozedur
eine Boot-Diskette notwendig, von der das QNX-System gestartet wird. Windows
ME bereitet wesentlich mehr Probleme und soll deswegen ausgeklammert werden.
Da QNX sich in eine Datei auf die Windows-Partition installiert, ist keine Umpartitionierung
der Festplatte erforderlich. QNX können Sie natürlich auf eine zweite
Festplatte installieren.
Bei der Installation von QNX können Sie automatisch den QNX-Bootmanager
installieren lassen. Dieser erlaubt das Starten von QNX und von Windows, AMIthlon
kann jedoch nur über Umwege gestartet werden: Sie müssen die Partition
mit den AMIthlon-Daten selbst direkt bootbar machen. Dies geht mit Hilfe einer
minimalen MS-DOS-Installation und »Loadlin«, einem Linux-Bootloader.
Es geht auch ohne DOS mit Sys-Linux eine Partition so einrichtet, dass via »LDLINUX.SYS«
ein Linux-Kernel und eine RAM-Disk geladen werden kann. Sie sehen, hier wird
es schon komplizierter. Im Laufe des Workshops wird jedoch alles erklärt!
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Wenn Sie umpartitionieren wollen, können Sie je nachdem,
ob Sie QNX/AmigaXL und/oder AMIthlon laufen lassen wollen, entsprechende Partitionen
einrichten. Sie brauchen eine für QNX/AmigaXL. Für AMIthlon brauchen
Sie eine Start-Partition und mindestens eine echte oder virtuelle Amiga-Festplatte
auch AmigaXL kann eine solche nutzen, jedoch nur über Umwege von
ihr booten, da Amiga-Platten erst mit
dem Befehl »MountAmigaHDDs« in der Startup-
Sequence eingebunden werden.
Eine virtuelle Amiga-Festplatte ist eine Partition auf einer Festplatte mit
einer auf dem PC üblichen Partitionierungstabelle (MBR-Format). Eine echte
Amiga-Festplatte ist einfach eine Festplatte aus ihrem alten Amiga oder eine
leere Platte, die Sie unter AMIthlon oder AmigaXL mit HDToolBox einrichten.
Die AMIthlon-Startpartition enthält einige Dateien, die zum Start von AMIthlon
notwendig sind. Sie wird direkt von der AmigaOS-XL- CD geladen, wenn diese beim
Start des Rechners eingelegt ist und das BIOS entsprechend eingestellt ist.
AMIthlon verwendet einen modifizierten Linux-Kernel zum Booten und als Hilfe,
um die Hardware des PCs zu initialisieren sowie auf Grafikkarten zuzugreifen.
Deshalb ist für AMIthlon ein Bootloader notwendig, der Linux laden kann,
oder die Partition muss wie bereits kurz angedeutet direkt bootbar gemacht
werden.
Verwirrt? Im Folgenden beschreiben wir die einzelnen Möglichkeiten
der Installation genauer.
Am besten lesen Sie sich zuerst alles durch, um sich dann zu entscheiden. Für
diejenigen, die AmigaOS XL ganz schnell und ohne aufwendige Installation nutzen
wollen, hier zunächst einmal die einfachste Installationsvariante.
Bitte beachten Sie, dass eine Sicherheitskopie Ihrer Daten bei allen Installationsvarianten
sinnvoll ist. Ein falscher Klick in der »HDToolBox«, ein Fehler
beim Umpartitionieren Ihrer PC-Festplatte, ein Problem beim Einrichten des Bootmanagers
und schon sind wichtige Daten gefährdet oder das Booten klappt nicht mehr.
Erstellen Sie im Zweifelsfall immer eine Sicherheitskopie! Wenn Sie auf das
Erstellen einer solchen verzichten, tun Sie das auf Ihr eigenes Risiko. Alle
Hinweise zur Installation haben wir mit Sorgfalt recherchiert. Wir können
dennoch nicht gewähren, dass es auch auf ihrem System funktioniert, und
Fehler völlig ausschließen. Es gibt also keine Gewähr für
die Richtigkeit der hier gemachten Angaben.
Schnell und einfach!
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Dazu können Sie eine alte Amiga-Festplatte verwenden oder
eine neue leere Festplatte mit der HDToolBox unter AmigaOS partitionieren und
einrichten. Dabei können Sie neben FastFilesystem wie vom Hardware-Amiga
gewohnt auch SmartFilesystem oder alternativ ProfessionalFilesystem verwenden.
AMIthlon bootet automatisch von einer bootbaren Partition auf einer realen oder
virtuellen Amiga-Festplatte, wenn diese eine Boot-Priorität größer
»-2« hat, denn »-2« ist die BootPriorität für
die Amiga-resetfeste RAM-Disk mit dem minimalen AmigaOS 3.9-System, das AMIthlon
von der CD lädt. Wenn Sie nun eine alte Amiga-Festplatte einbauen, wird
AMIthlon also in der Regel von ihrer alten Amiga-System-Partition booten.
Das ist ungünstig, da diese nicht die AmigaOS-XL-Software enthält,
die sicherstellt, dass AmigaOS 3.9 mit AMIthlon wie auch mit AmigaXL ohne weiteres
gebootet werden kann. Zudem wird eventuell alte Amiga-Hardware initialisiert,
die auf dem PC nicht vorhanden ist. Im Extremfall kann es passieren, dass der
Boot-Vorgang fehlschlägt. Aber auch wenn das nicht passiert: AMIthlon-spezifische
Treiber fehlen, so auch die Grafik-Treiber.
Es ist also in jedem Fall empfehlenswert, die AmigaOS-XL-Software zu installieren:
Setzen Sie noch in Ihrem Amiga die Boot-Priorität aller bootbaren Partitionen
der Festplatte, die Sie verwenden wollen, auf den Wert »-3« oder
kleiner.
Nun können Sie die Festplatte in den PC einbauen SCSI-Festplatten
an einen von AMIthlon unterstützten SCSI-Controller, IDE-Festplatten einfach
an den IDE-Port des Motherboards. Dann laden Sie AMIthlon mit dem minimalen
AmigaOS-3.9-System von der CD. Nun können Sie AmigaOS 3.9 von der AmigaOS-XL-CD
installieren und anschließend die Boot-Priorität der betreffenden
Partition wieder auf »0« oder einen anderen Wert größer
als »-2« setzen.
Booten Sie dazu Ihren Hardware-Amiga und starten Sie die HDToolBox. Wählen
Sie den Treiber und die gewünschte Festplatte. Klicken Sie auf »Festplatte
partitionieren«. Wählen Sie nun jede Partition einmal an, und überprüfen
Sie, ob sie auf »Bootbar« gesetzt ist. Ist das der Fall, dann reduzieren
Sie die Boot-Priorität auf »-3« oder kleiner. Geben Sie am
besten ihrer primären Boot-Partition einen Wert von »-3« und
allen alternativen Boot-Partitionen noch kleinere Werte (s. Bild »Die
Sache mit der Boot-Priorität«). So kann die Platte immer noch im
Hardware-Amiga gebootet werden, falls Sie unter AMIthlon nicht erkannt wird.
Nun können Sie ihren Amiga ausschalten und die Platte in den PC einbauen.
Wenn Sie AMIthlon von der CD starten, sollten jetzt ihre gewohnten Amiga-Partitionen
auf der Workbench auftauchen. Jetzt können Sie die AmigaOS-XL-Software
installieren. Die einfachste und sicherste Variante für diesen Schritt
ist die Installation des AmigaOS 3.9 von der AmigaOS-XL-CD auf eine leere Partition!
System ersetzen
Sie können auch versuchen, AmigaOS 3.9 über eine bestehende Boot-Partition
zu installieren. Dabei wird ihre »Startup-Sequence« überschrieben,
machen Sie also vorher eine Kopie. Vorhandene Treiber zu Hardware aus ihrem
Amiga werden jedoch nicht deaktiviert. Wenn Sie z.B. CyberGraphX installiert
hatten, dann sollten Sie dieses vorher löschen. Gleiches gilt für
Treiber für Schnittstellen-Karten wie z.B. die IOBlix-Software, die unter
AMIthlon Probleme macht. Folgende Maßnahmen können helfen:
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Sie können Software, die ohne einen PPC nicht läuft,
weder unter AMIthlon noch unter AmigaXL benutzen. In vielen Fällen können
Sie auf die m68k-Version ausweichen, die in der Regel schneller laufen wird,
als die PPC-Version auf dem bisher schnellsten PowerPC-Amiga mit einem PPC 604/233MHz-Prozessor.
Es ist wünschenswert, wenn Hersteller von Software, die nur auf PPC läuft,
diese noch einmal für m68k durchkompilieren bzw. portieren, denn nun gibt
es m68k-CPUs mit ungeahnter Geschwindigkeit und seien diese auch virtuell. PPC-Routinen
wie auch x86-Routinen unter AMIthlon/
AmigaXL sollten wenn möglich immer optional sein. So kann sichergestellt
werden, dass Software unabhängig von der verwendeten Hardware auf einer
maximalen Anzahl von Amiga-Systemen läuft.
Nun können Sie die Installation von AmigaOS 3.9 starten. Sie ersetzt das
bestehende System und mit etwas Glück können Sie vom installierten
System direkt booten. Wenn Sie möchten, können Sie auch versuchen,
die AmigaOS-XL-Software manuell zu installieren. Entpacken Sie dazu das Archiv
OS-Version3.9/OS3.9-Install.lha von der AmigaOS- XL-CD mit einem Doppelklick,
um »UnArc« zu starten. Entpacken Sie die Daten in ein beliebiges
Verzeichnis und installieren Sie alle Programme, die Sie in den Schubladen »AmigaOSXL«
(für AmigaXL und AMIthlon), »AMIthlon« und »AmigaXL«
finden.
Die nagelneue
Platte
Eine leere Festplatte können Sie sofort an den PC anschließen. Starten
Sie AMIthlon von der CD, öffnen Sie die »HDToolBox«, wählen
Sie »amithlon.device« und dann die gewünschte Festplatte! Bitte
überprüfen Sie doppelt, ob Sie die richtige Festplatte gewählt
haben. Die Warnung, dass die Festplatte noch nicht unter Amiga initialisiert
sei, kommt nämlich nicht nur bei leeren, sondern auch bei PC-formatierten
Festplatten! Wenn Sie eine PC-formatierte Festplatte mit der HDToolBox initialisieren,
wird zumindest der Anfangsbereich der Platte überschrieben. Der PC kann
dann nicht mehr von der Platte booten. Eventuell ist auch ein Teil der ersten
Partition zerstört! Achten Sie auf die Herstellerangaben: Unterschiedliche
Herstellernamen oder Festplattengrößen erleichtern die Auswahl der
Festplatte. Die Master-Festplatte taucht in der Liste der HDToolbox vor einer
Slave-Festplatte auf und Platten am primären IDE-Controller vor Platten
am sekundären Controller.
Klicken Sie nun auf »Festplatte installieren«. Überprüfen
Sie nochmals, ob Sie die richtige Platte gewählt haben. Wenn ja, dann klicken
Sie auf »Installieren«. Anschließend können Sie wie gewohnt
mit »Festplatte partitionieren« die Harddisk einrichten und AmigaOS
3.9 von der CD auf die leere neue Partition installieren.
Um ihr installiertes AmigaOS 3.9 zu starten, ändern Sie die Priorität
ihrer Boot-Partition auf einen Wert größer »-2«. Sie
können auch testweise die resetfeste RAM-Disk auf nicht bootbar stellen,
nach einem Neustart des PCs von der AmigaOS-XL-CD ist diese Änderung dann
wieder vergessen. Starten Sie die HDToolBox, wählen Sie als Gerätetreiber
das »amithlon.device« und klicken Sie auf ihre Festplatte oder »AmithlonDiskImage«,
um die Boot-Reihenfolge zu ändern. Dann noch der gewohnte Affengriff, auf
einer PC-Tastatur »Strg-Windows-Windows«, und AMIthlon sollte nun
das installierte System booten. Klappt das nicht, überprüfen Sie nochmal
die Boot-Reihenfolge, und gehen Sie wirklich den einfachsten Weg: AmigaOS 3.9
von der AmigaOS-XL-CD auf einer leeren Amiga-Partition!
Wenn Sie ihr bestehendes Amiga-Boot-System aktualisiert haben, können Sie
nun schrittweise ihre bestehende Software mit AMIthlon testen. Viele Ihrer alten
»WBStartup«-Programme sollten ebenso laufen wie das meiste aus Ihrer
»User-Startup«. Die »WBStartup«-Programme können
Sie einfach von der Workbench testweise starten, bevor Sie sie in die »WBStartup«-Schublade
zurücklegen. Machen Sie immer nur eine Änderung auf einmal, so dass
Sie merken, woran es liegt, wenn AMIthlon plötzlich nicht mehr durchstartet.
Sie können jederzeit beim Neustart der Amiga-Seite durch »Strg-Windows-Windows«
beide Maustasten gedrückt halten, um im Boot-Menü wieder von der resetfesten
RAM-Disk zu booten.
Überprüfen Sie zu guter Letzt noch, ob im »Libs«-Verzeichnis
Ihrer Boot-Partition die Datei »vmcresource.library« vorhanden ist.
Diese Datei wird von den seriellen »powercom.
device« und parallelen Treiber »powerpar.device« für
den AMIthlon-Betrieb benötigt. Sie wurde aber auf den ersten AmigaOS-XL-CD
mit AmigaOS 3.9 nicht mitinstallieren. Falls Sie bei Ihnen fehlt, können
Sie sie der »Libs«-Schublade der resetfesten RAM-Disk »Amithlon_hd«
in die »Libs«-Schublade Ihrer Boot-Partition kopieren.
Zur Sound-Ausgabe wählen Sie im »AHI-Voreinsteller« »SB
128 Stereo ++», wenn Sie eine Soundblaster AudioPCI 128 installiert haben,
oder »VIA AC97 Sterio ++« für AC 97 auf dem Motherboard, jeweils
mit 44100 KHz. Weitere Soundkarten-Treiber sind gerade in Entwicklung. Auch
soll der AC97-Treiber in Zukunft mehr unterschiedliche Codecs, auch die auf
neueren Motherboards, unterstützen.
QNX installieren
Auch QNX können Sie einfach installieren. Entweder Sie installieren
QNX auf eine eigene Partition oder in das Dateisystem eines bestehenden Windows-Systems.
Wenn Sie QNX auf eine eigene Partition installieren wollen, brauchen Sie etwas
unpartitionierten, freien Festplattenspeicher. Die einfachste Möglichkeit
diesen zu erhalten, ist auch hier wieder das Anschließen einer leeren
Festplatte. Wie Sie für eine QNX-Partition auf Ihrer bestehenden PC-Festplatte
Platz schaffen können, lesen Sie bei den fortgeschritteneren Installations-Möglichkeiten.
Die QNX-Installationroutine für die Installation auf eine eigene Partition
wird direkt von der CD gestartet. Dazu muss das BIOS des PCs entsprechend eingestellt
sein. Lesen Sie dazu die Anleitung zu ihrem PC oder dessen Motherboard. Meist
findet sich diese Einstellung unter »BIOS Features Setup« oder »Advanced
Features Setup«. Suchen Sie dort nach »Boot-Sequence« oder
Ähnlichem. Wählen Sie in diesem Bildschirm eine Boot-Reihenfolge,
bei der das CD-ROM-Laufwerk vom System vor der Festplatte berücksichtigt
wird. Kurz nach dem Start des Boot-Vorgangs von der CD erscheint die Meldung
»Press ESC for altboot«.
Dies sollten Sie nur tun, wenn ihr IDE-Controller auf dem Motherboard mit DMA-Zugriffen
direkter Zugriff des Controllers auf den Speicher des Computers
Schwierigkeiten macht. QNX spricht dann die Festplatten über altbekanntes
Polling (die CPU holt die Daten ab) an. Moderne PCs sollten von diesem Effekt
nicht betroffen sein.
Kurz darauf kommt die Aufforderung »Press space bar to input boot options«.
Auch dies ist meist nicht erforderlich. Wenn Sie Hardware im PC haben, die QNX
nicht richtig erkennt, kann es jedoch notwendig sein, mit den Boot-Optionen
ein wenig herumzuspielen. Schalten Sie in dem Menü, das sie erhalten, wenn
Sie in diesem Augenblick die Leertaste drücken, erst mal alles aus, und
schauen Sie, ob es dann klappt. Probieren Sie dann gezielt, wo die Probleme
liegen. Wenn Sie zu diesen Boot-Optionen weitere Erklärungen wünschen,
schreiben Sie der Redaktion.
Nun bietet die Installationsroutine unter »Please select a boot option«
zwei Wahlmöglichkeiten: Die Taste F2 startet QNX direkt von der CD, die
Taste F3 die Installation in einen unpartitionierten Festplattenbereich. Für
einen ersten Test kann es nicht schaden, QNX einfach mal mit F2 von der CD zu
starten.
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Wenn Sie QNX installieren möchten, drücken Sie F3. Drücken
Sie dann bei »This installation will create an partition on your harddisk«
F1, um fortzufahren. Lesen Sie die Lizenzbestimmungen durch, und akzeptieren
Sie diese mit F1.
Nun sollten Sie, sofern etwas Platz auf ihrer Festplatte frei ist, angeboten
bekommen, diesen oder einen Teil davon für die QNX Installation zu verwenden.
Andernfalls können Sie eine bestehende Partition löschen, um Platz
zu schaffen. Bei Festplatten größer 8.4 GByte kommt noch die Nachfrage,
ob sie erlauben möchten, dass QNX einen Bereich jenseits der 8.4 GByte
nutzt. Dies können Sie auf einem modernen PC mit modernen BIOS mit LBA-Unterstützung
bejahen.
Auf einem Celeron-300-Testrechner hatte die Installationsroutine von QNX Probleme,
einen freien Bereich im erweiterten Bereich der Festplatte zu erkennen. Es gab
beim »MSDOS«-Partitionierungsschema zunächst einmal bis zu
vier primäre Partitionen. Weil dies oftmals nicht ausreichte, schuf man
später die Möglichkeit, eine der primären Partition als erweiterte
Partition anzulegen, in der mehrere logische Partitionen erzeugt werden. Auch
die Möglichkeiten des »fdisk«-Partitionierungsprogramms unter
QNX deuten an, dass sich QNX nur in eine der vier möglichen primären
Partitionen installieren lässt. In diesem Fall bleibt Ihnen wohl nicht
anders übrig, als die Festplatte umzupartitionieren oder QNX unter Windows
zu installieren.
QNX fragt Sie dann noch, ob Sie einen Bootmanager installieren möchten.
Mit F1 installieren Sie den QNX-Bootloader. Dieser ist in der Lage, neben QNX
auch Windows zu laden. Linux und damit auch der einen modifizierten Linux-Kernel
einsetzende AMIthlon lassen sich mit diesem Bootloader nicht direkt laden. Mit
F2 installieren Sie einen QNX-Bootloader bis zu 8.4GB. Das ist nur auf alten
Rechnern ohne LBA-Unterstützung für große Festplatten notwendig.
Mit F3 weisen sie die Installationsroutine an, den Boot-Block nicht zu verändern.
Sie können so Ihren bestehenden Bootloader nutzen, um auch QNX zu laden.
Wie das geht beschreiben wir in einer der nächsten Ausgaben. Wählen
Sie hier als einfachste Möglichkeit F1, wenn das nicht klappen sollte,
dann F2.
Nachdem alle Fragen beantwortet sind, wird die Partition eingerichtet und QNX
installiert. Dies geht in der Regel sehr flott und schon startet der Countdown
zum Reboot des Rechners. Nach einem Neustart fragt Sie der QNX-Bootloader, von
welche Festplatte und Partition Sie booten möchten. Wenn Sie nichts unternehmen,
wird nach einigen Sekunden QNX gebootet. Mit F1 bis F4 wählen Sie die Festplatte
aus mit den Tasten 1 bis 9 die Partition.
Unter Windows
Sie haben keinen freien Festplatten-Platz, möchten nicht umpartitionieren
und keine weitere Festplatte anschließen, haben jedoch Windows auf einer
Partition auf der noch genügend Platz frei ist? Dann ist die Windows-Installation
von QNX der einfachste Weg für Sie.
Diese Option funktioniert aber nur bei Windows 95 bzw. 98, und Sie benötigen
mindestens 600 MByte freien Festplattenspeicher. ME, 2000 und XP verlangen definitiv
eine eigene Partition! Starten Sie dazu Ihr Windows-System, und legen Sie dann
die QNX-CD ein. Führen Sie die Setup-Routine. Rebooten Sie das System,
und wählen Sie beim Hochfahren aus dem Menü die Option für QNX.
Wenn QNX läuft, installieren Sie mit dem Package-Installer das AmigaXL-Package.
In der AmigaXL-Anleitung auf der AmigaOS-XL-CD finden Sie dazu weitere Informationen.»AmigaXL«
steht dann im Startmenü unter »Utilities«. Auch von einem QNX-Terminal
lässt sich AmigaXL starten: /usr/amiga/AmigaXL. Um AHI-Sound unter AmigaXL
genießen zu können, installieren Sie noch »AHI V5« von
der AmigaOS-XL-CD. Sie finden es in »Contribution/ AmigaOS 3.9/AHI5«.
Danach wählen Sie im »AHI«-Voreinsteller »AXL-Audio«
mit 44.100 KHz für die Musik-Einheit und alle anderen Einheiten (Units).
Mit »AMPlifier« können Sie dann wunderbar MP3-Dateien abspielen.
Und in »Tools/Commodities« finden Sie einen kleinen Audio-Mixer
für die Aussteuerung von CD und Computer-Musik.
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Zuletzt aktualisiert am 10. 2. 2002.