Der Einsatz von Samba setzt eine funktionierende Netzwerk-Verbindung zwischen Amiga und PC per TCP/IP voraus. Bitte lesen Sie dazu in Ihrem Miami-Handbuch und in der Dokumentation zu Windows zu diesem Thema. Als nächstes benötigen Sie das Samba-Archiv samba-1.9.16p9.lha aus dem Aminet (Verzeichnis comm/net) bzw. von der Heft-CD. Außerdem müssen ixemul.library (Version 45 oder höher) und ixnet.library (Version 45 oder höher) installiert sein. Installieren Sie die beiden letztgenannten Pakete. Zur reibungslosen Nutzung von Samba benötigen Sie das ixpipe.device, das Sie im Geek-Gadgets-Project-Paket (Fred Fish/Cronus) finden. Lesen Sie sich die Anleitungen zu ixemul.library, ixnet.library und ixpipe.device geanu durch, denn die richtige Installation ist Grundlage für den Einsatz von Samba.
Installationsvorbereitungen
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ASSIGN AmiTCP: Miami:
Wenn Sie AmiTCP parallel zu Miami installiert haben, benötigen Sie diesen Assign nicht. Alle weiteren Installationsschritte sollten Sie aber dann direkt im AmiTCP-Verzeichnis ausführen. Es empfiehlt sich, die Assign-Anweisung auch in User-Startup einzutragen.
Legen Sie nun folgende Verzeichnisse an:
AmiTCP:Samba AmiTCP:Samba/lib AmiTCP:Samba/bin AmiTCP:Samba/log AmiTCP:Samba/var AmiTCP:Samba/var/locks
Entpacken Sie nun das Samba-Archiv und kopieren Sie alle Dateien aus dem bin-Verzeichnis nach AmiTCP:Samba/bin/ und die Datei smb.conf aus dem lib-Directory nach AmiTCP:Samba/ lib.
Die Samba-Konfiguration
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Änderungen im Miami-Setup
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UserName: root Password: (nichts) User id: 0 Group id: 0 Real name: administrator Home Dir: «Laufwerk Ihrer Wahl»
Dann wechseln Sie in das Groups-Menü in Database und fügen folgende Gruppen hinzu:
admin (Gruppennumer 100 und alle Usernamen nicht vergessen) wheel (Gruppennummer 0 und als User root)
In Services müssen Sie nun noch einige Eintragungen vornehmen:
netbios-ns (Nummer 137 und Protokoll udp) netbios-dgm (Nummer 138 und Protokoll udp) netbios-ssn (Nummer 139 und Protokoll tcp)
In InetD wird anschliessend der Samba-Server eingetragen:
Service: netbios-ssn Socket: stream Protocol: tcp Wait: nowait User: root Server: AmiTCP:Samba/ binsmbd Name: smbd
Nach dem Start von Miami müssen Sie Samba aktivieren - folgender Befehl in der Shell übernimmt diese Aufgabe:
RUN <nil: >nil: AmiTCP:Samba/bin/nmbd <nil: >nil: nmbd -D -n <servername>
Die Variable <servername> muß die gleiche sein, die Sie in smb.conf definiert haben. Damit Sie diese Prozedur nicht immer per Hand ausführen müssen, können Sie die Befehlsanweisung in einen Shell-Script sichern und bei Start von Miami in Events automatsich ausführen lassen.
Nun können wir die Funktionsfähigkeit des Samba-Servers auf dem Amiga testen. Öffnen Sie dazu eine Shell. Wechseln Sie nun nach Samba:bin und geben Sie folgendes Kommando ein:
smbclient -L <servername>
Als Servername nehmen Sie die Bezeichnung Ihres Amigas - den Namen vergeben Sie im Miami-Setup Database/hosts. Der Client zeigt nun die Verfügbarkeit des Servers und seine freigegebenen Verzeichnisse bzw. Laufwerke an. Außerdem werden alle bekannten anderen Maschinen im Netz aufgelistet. Probieren Sie einfach einmal die Anweisung für Ihren PC.
Einstellungen unter Windows
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Öffnen Sie das Menü für die Netzwerkeinstellungen. Dazu können Sie die Systemeinstellungen nutzen und dort auf das Symbol für Netzwerk klicken. Der zweite Weg: Sie klicken mit dem rechten Maus-Button auf das Icon für Netzwerkumgebung und wählen im Kontex-Menü den Punkt Einstellungen.
Hier müssen Sie Client für Microsoft-Netzwerke finden - wenn der Eintrag fehlt, klicken Sie auf das Feld Hinzufügen und ergänzen Sie diesen Punkt. In Konfigurieen können Sie Ihrem PC einen Namen und die Arbeitsgruppe zuweisen.
Nach einem Restart von Windows wird in
Netzwerk-Umgebung der Amiga als Server angezeigt.
Wenn Sie auf das Symbol klicken, müßten auf dem
Windows-Desktop alle (in smb.conf) freigegebenen
Laufwerke erscheinen.
Samba auf dem Amiga
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smbclient \\<pc-name> \<freigegebenes Verzeichnis
pc-name steht für den Namen, den Ihr PC trägt. Diesen müssen Sie dazu in Database/hosts von Miami eintragen, denn der Samba-Client hat mit IP-Nummern nichts am Hut.
Der Samba-Client auf dem Amiga verbindet Sie nun mit dem angegebenen Rechner bzw. Verzeichnis und fragt nach einem Paßwort. Diese legen Sie bei der Drucker- und Datei-Freigabe in Windows fest. Tippen Sie das Paßwort ein - dann gelangen Sie in das Samba-Prompt. Jetzt können Sie die verfügbaren Befehle zum Dateitransfer und Drucken nutzen. Die Eingabe von help zeigt Ihnen alle verfügbaren Kommandos an (s. »Samba-Client«).
Die vorgestellte Möglichkeit des Zugriffs vom Amiga auf einen anderen Rechner wird sicher viele User nicht zufriedenstellen. Das Tippen in der Shell ist nicht gerade komfortabel - schöner wäre natürlich, ein Laufwerk im System zu haben, das für die freigegebenen Ressourcen des anderen Rechners steht. Es existiert dazu ein Samba-Handler, mit dem sich ein Samba-Rechner mit freigegebenen Laufwerk mounten läßt (s. »Internetadressen«). Der SMB-Handler richtet ein Laufwerk ein und zeigt ein Icon auf der Workbench. Dazu wird der Händler nach L: kopiert und die Mountdatei in devs: angepaßt.
Sie können jedoch auch ein PC-Lauwerk per NFS mounten - lesen Sie dazu den Artikel »Damenwahl«. Voraussetzung - Sie haben AmiTCP mit den NFS-Tools korrekt parallel zu Miami installiert.
Literatur:
Damenwahl, John Crookshank und Volker Riehl, AMIGA Magazin 3/98, S. 27
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Zuletzt aktualisiert am 27. Dezember 1998.