AMIGA-Magazin · Ausgabe 2/08 · System: "AmigaOS 4" für Classic Amiga

Aktuelles Heft 2/08

Drauf damit!

Wartet Ihr Original-Amiga auch schon seit längerem auf eine neue Betriebssystem-Version? Installieren Sie "AmigaOS 4" anhand unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

von Martin Steigerwald

Nun ist es endlich geschehen! "AmigaOS 4" für Original-Amigas ist im Handel erhältlich. Ein guter Grund, sich ein Wochenende zu gönnen, um die neue Version des Betriebssystems zu installieren und näher kennenzulernen. Das Produkt besteht aus Installations-CD, Boot-Diskette sowie einem gedruckten Installationshandbuch.

Bevor Sie ans Werk gehen überprüfen Sie, ob "AmigaOS 4" auf Ihrer Hardware läuft. Das System läuft auf "Amiga 3000 Desktop", "Amiga 3000 Tower", "Amiga 4000 Desktop" und "Amiga 4000 Tower" mit CyberStorm PPC, außerdem auf "Amiga 1200" mit Blizzard-PPC-Karte. Es benötigt mindestens 64 MByte RAM und ca. 200 MByte Festplattenspeicher. Weitere Informationen finden Sie im Vorab-Bericht und in der Kompatibilitätsliste von ACube Systems.

Einen Treiber für den Onboard-SCSI-Controller in A3000 und A4000T sowie den SCSI-Controller der Blizzard PPC gibt es derzeit nicht. Versuchen Sie in diesem Fall, die Festplatte an einen anderen Controller anzuschließen. Bei einem A3000 verwenden Sie den "CyberStorm UWSCSI"-Controller, bei einem A1200 den internen IDE-Controller. Der A4000T bietet beide Möglichkeiten. Ein unterstützter externer Controller mit Autoboot-Funktion funktioniert auch.

Informationen und Backup-Hilfen
AmigaOS 4 http://os4.hyperion-entertainment.biz
Hyperion Entertainment http://www.hyperion-entertainment.biz
ACube Systems http://www.acube-systems.com
Inoffizielle Übersetzung der Installationsanleitunghttp://www.bourdin.ch/Philippe/
MakeCD http://makecd.core.de
BackitAllUp http://www.hotkey.net.au/~colstv/
SortCopy http://aminet.net
Backup http://www.onyxsoft.se

 

 

 

 

 


 

Vorbereitungen
Erstellen Sie zuerst eine Sicherheitskopie Ihrer Daten. Kopieren Sie die Daten auf eine andere Festplatte, übers Netz auf einen anderen Computer oder brennen Sie sie auf CD. Fürs CD-Brennen verwenden Sie z.B. das Brennprogramm "MakeCD". Fürs dateiweise Kopieren (lokal oder via Envoy eignet sich die Workbench, ein simples Copy Quelle: Ziel:Zielverzeichnis ALL CLONE QUIET oder ein Backup-Tool (s. Informationen und Backup-Hilfen).

Stellen Sie zudem Ihre CyberStormPPC oder BlizzardPPC-Turbokarte passend ein. Halten Sie dazu nach einem Neustart die Escape-Taste gedrückt, bis das Setup-Menü erscheint.

Im Bereich "System" wählen Sie die Option "No MapRom" und unter "Ram" "70ns Ram". "AmigaOS 4" beansprucht die MapROM-Funktionalität für sich, um sich Reset-fest im Speicher zu verankern.

Wenn Sie den 4-fach IDE-Adapter IDEFix verwenden, schließen Sie Festplatte und CD-Laufwerk an den ersten Port an. "AmigaOS 4" unterstützt den IDEFix-Adapter nach der Installation. Da es nicht möglich ist, das Vorhandensein eines solchen automatisch zu ermitteln, aktiviert die Installationsroutine den Adapter nicht.

"AmigaOS 4" stellt höhere Ansprüche an die Kühlung des PPC-Prozessors, da es komplett auf ihm läuft. Kontrollieren Sie, ob der CPU-Lüfter sich dreht, auf der CPU noch etwas Wärmeleitpaste ist und im Gehäuse genug Platz ist, um die Wärme abzuleiten.

Verwenden Sie das neue System auf einer leeren Partition und reservieren Sie Platz für eine Auslagerungs-Partition für den geplanten Pager. Wollen Sie eine vorhandene Festplatte verwenden, deren Speicherplatz bereits vollständig partitioniert ist, schaffen Sie freien Speicherplatz, indem Sie eine vorhandene Partition komplett freischaufeln oder verkleinern. Um eine Partition mit freiem Speicherplatz zu verkleinern, kopieren Sie alle Daten an einen sicheren Ort, löschen Sie mit "HDToolBox" die Partition, legen Sie sie mit einer ausreichenden Größe wieder an und kopieren Sie die Daten zurück. "AmigaOS 4" benötigt ca. 200 MByte, planen Sie jedoch zusätzlichen Platz für zusätzliche Bibliotheken, Treiber und Programme ein. Ungefähr 1 bis 2 GByte für systemnahe Dateien sollten reichen. Für die Swap-Partitionen reichen 512MByte bis 1GByte.

Die Boot-Partition sollte in den ersten vier GByte der Festplatte liegen, sofern der Controller-Treiber Partitionen außerhalb der ersten 4 GByte nicht unterstützt. Das trifft auf den Treiber für die Motherboard-IDE-Controller, dem scsi.device im Kickstart-ROM zu. Sowohl der "CyberStorm PPC UWSCSI" als auch der "FastATA 4000"-Controller im Test-Amiga unterstützten das Booten einer Partition außerhalb der ersten 4 GByte.

Installations-CD starten
Es gibt drei offiziell unterstützte Methoden, die "AmigaOS 4"-CD zu booten: Via Boot-Diskette, via bereits installiertem "AmigaOS 3.x" oder mithilfe eines an den "Cyberstorm PPC UWSCSI"-Controller angeschlossenen CD-Laufwerks.

Die Installationsroutine unterstützt ein CD-Laufwerk, das am IDE-Port von A1200, A4000, A4000T oder am "CyberStorm UWSCSI"-Adapter angeschlossen ist. Die Installation funktionierte auch mit einem am "FastATA 4000"-Controller angeschlossenen CD-Laufwerk. Stellt die Controller-Firmware bereits beim Booten einen unter "AmigaOS 4" funktionsfähigen Treiber zur Verfügung, stehen die Chancen gut.

AmigaOS bootet nur dann von einer CD oder einer Diskette, wenn das CD-Laufwerk oder das Diskettenlaufwerk eine höhere Priorität hat als vorhandene Festplatten-Partitionen oder Sie es im Bootmenü unter "Boot Options" als Boot-Medium auswählen. Die Boot-Priorität für ein CD-Laufwerk ist 10, die für das interne Disketten-Laufwerk DF0: 5. Das Bootmenü zeigt die Boot-Prioritäten aller Laufwerke an. Sie erreichen es nach einem Neustart, indem Sie die linke und rechte Maustaste gleichzeitig gedrückt halten.

Die CyberStormPPC-Firmware unterstützt das Booten von einem am UWSCSI-Controller angeschlossenen CD-Laufwerk. Sie erreichen das Setup-Menu der Karte nach einem Neustart mit der Escape-Taste. Klicken Sie auf "SCSI", dann doppelt auf die Zeile mit der Unit für Ihr CD-Laufwerk und wählen Sie bei der drittletzten Option "CDRom Boot". Stellen Sie als Boot-Priorität einen höheren Wert als Ihre Festplatten-Partitionen ein, z.B. "10". Legen Sie die CD ein und starten Sie Ihren Amiga neu. Das System sollte nun von CD starten.

Alternativ booten Sie ein installiertes "AmigaOS 3.x" und richten ggf. einen CD-ROM-Treiber ein. Die Installationsroutinen für "AmigaOS 3.5/3.9" enthalten einen Menüpunkt. Die Boot-Diskette und CD für AmigaOS enthalten einen CD-Treiber für "AmigaOS 3.x", der sich als BootCDFilesystem in L bzw. BootFloppy/L befindet. Passen Sie die Piktogramm-Merkmale DEVICE und UNIT entsprechend an. Speichern Sie ggf. noch ungesicherte Daten und klicken Sie auf Start_From_OS3.x. Bestätigen Sie die Abfrage "This will load the AmigaOS 4.0 Kickstart and reboot" mit der y-Taste. Auf dem Test-Amiga gab es mit dem am "FastATA 4000"-Controller angeschlossenen CD-Laufwerken und CacheCDFS Übertragungsprobleme. Mit dem "BootCDFilesystem" klappte es.

Zum Booten via Boot-Diskette legen Sie erst die "AmigaOS 4"-CD ein, dann die Boot-Diskette. Starten Sie Ihren Amiga neu. Die Diskette bindet ggf. nach einem Neustart, um eine neue Version des Treibers für den internen IDE-Controller zu laden, die Installations-CD ein und übergibt ihr den Boot-Prozess. Bootet der Computer nicht von der Diskette, überprüfen Sie die Verbindung zum Diskettenlaufwerk. Vielleicht ist auch die Diskette kaputt. Aus einem laufenden "AmigaOS 3.x" erstellen Sie mit einem Klick auf Make_Bootfloppy eine neue Boot-Diskette.

Hängt das System, hat das CD-Laufwerk evtl. die CD nicht schnell genug erkannt. Entfernen Sie die CD und legen Sie sie erneut ein. Bootet der Amiga in ein bereits installiertes "AmigaOS 3.x", starten Sie Ihren Amiga neu und überprüfen Sie im Boot-Menü, ob "AmigaOS 4" die CD als bootbar erkannt hat und das CD-Laufwerk die höchste Boot-Priorität hat. Erkennt "AmigaOS 4" die CD nicht, starten Sie nochmal neu und versuchen Sie es ggf. mit einem anderen CD-Laufwerk. Stimmt die Boot-Priorität nicht, wählen Sie das CD-Laufwerk als Boot-Laufwerk aus.

Sprache, Tastatur, Modell
Das von der CD gestartete "AmigaOS 4" präsentiert nach einer Willkommensnachricht den Locale-Voreinsteller. Klicken Sie in der Liste der verfügbaren Sprachen auf "German/deutsch/ ISO-8859-15". Wählen Sie als Land "Germany/ Deutschland" bzw. das Land, in dem Sie wohnen aus. Die Zeitzone unter "Time Zone" ist dann in der Regel bereits richtig gesetzt. Klicken Sie auf "Use", um den Einsteller zu beenden. Als nächstes erscheint der Input-Voreinsteller. Wählen Sie "Deutsch/German ISO-8859-15", entfernen Sie, falls Sie eine PC-Tastatur verwenden, den Haken vor "Amiga-Tastatur", und klicken Sie auf "Benutzen". Die Installationsroutine übernimmt die Einstellungen in das installierte System. Die Installationsroutine ist jedoch bislang nicht ins Deutsche übersetzt.

Die Workbench erscheint und Sie starten mit einem Klick auf "AmigaOS 4.0-Installation" die Routine. Bestätigen Sie den Willkommens-Bildschirm mit einem Klick auf "Next". Lesen Sie die Lizenz und bestätigen Sie diese. Die Lizenz gilt für einen Amiga-Computer, für mehrere Amigas sind mehrere Lizenzen erforderlich. Überprüfen Sie, ob das Installationsprogramm das richtige Amiga-Modell erkannt hat, korrigieren Sie ggf. die Wahl und klicken Sie auf "Next".

Das Partitionieren
Starten Sie das Partitionierungsprogramm mit einem Klick auf Run Media Toolbox und wählen Sie den Treiber für Ihren Festplatten-Controller, z.B. cybppc.device für den "CyberStorm PPC UWSCSI"-Controller und scsi.device oder 2nd.scsi.devices usw. für den internen IDE-Controller oder einen FastATA-Controller. Im Experten-Modus erhalten Sie zusätzliche Einstellungen, die für die Installation jedoch nicht erforderlich sind.

Nach einem Klick auf "Start" erscheint eine Liste aller am Controller angeschlossenen Geräte. Das Programm zeigt als "Typ der Einheit" für Festplatten "Festplatte". Als "Status" liefert es "Fertig" für eine bereits eingerichtete Festplatte, "Nicht installiert" für eine noch nicht eingerichtete Festplatte und "Nicht unterstützt" für ein CD-ROM- oder anderes nicht unterstütztes Laufwerk. Änderungen an der Partitionierung landen erst auf der Platte, wenn Sie "Auf Disk speichern" anklicken. Wenn dabei Partitionen verloren gehen würden, warnt "Media Toolbox". Schauen Sie sich ganz genau an, welche Partitionen betroffen sind, und bestätigen Sie nur, wenn diese keine wichtigen ungesicherten Daten enthalten!

Am einfachsten ist es, eine komplette Festplatte für "AmigaOS 4" abzustellen. In diesem Fall klicken Sie zunächst auf "Bearbeite RDB/Neuinstallation...", um die Festplatte neu einzurichten. Dabei gehen in der Regel alle bisherigen Partitionierungsinformationen verloren. Nutzen Sie diese Möglichkeit also nur für eine Festplatte, die keine wichtigen ungesicherten Daten enthält!

Mit einem Klick auf "Konfiguration installieren/lesen..." ermittelt die "Media Toolbox" die Daten zum Laufwerk. Mit "OK - Änderungen akzeptieren" verlassen Sie das Fenster wieder. Unter "Flags der Einheit" wählen Sie ggf. Optionen für das Laufwerk. Das Programm setzt für eine am "CSPPC UWSCSI"-Controller angeschlossene Festplatte automatisch die passenden Optionen, darunter unter anderem ""Reselection"-Unterstützung" und "Synchroner Datentransfer". Auch für eine FastATA-Controller angeschlossene Platte erkannte das Programm die passenden Optionen.

Klicken Sie auf "Dateisysteme und Partitionen bearbeiten" und wählen Sie "Profile/Vorlagen/Lade OS4-Vorlage" aus dem Pull-down-Menü. Sie erhalten drei Partitionen: eine System-Partition DH0, eine Auslagerungspartition mit der Bezeichnung SWAP und eine Partition für Anwendungen und Daten DH1. Änderen Sie ggf. Namen oder Größe der Partitionen, verlassen Sie den Dialog und klicken Sie auf "Auf Disk speichern". Lesen Sie bei "Formatieren" weiter.

Manuelle Einrichtung
Wenn Sie "AmigaOS 4" auf einer bereits vorhandenen Festplatte installieren möchten, überspringen Sie den Schritt "Bearbeite RDB/Neuinstallation..." oder passen Sie dort allenfalls die "Flags der Einheit" an. Klicken Sie stattdessen gleich auf "Dateisysteme und Partitionen bearbeiten".

Installieren Sie die gewünschten Dateisysteme in den RDB. "AmigaOS 4" verwendet die im RDB gespeicherten Dateisysteme nicht. Ihr Amiga verwendet jedoch weiterhin nach dem Einschalten das 68k-basierte Kickstart ROM 3.1 oder 3.0. Klicken Sie auf die Option "Dateisystem hinzufügen, entfernen oder ändern". Enthält die Liste bereits ein "FastFilesystem" oder "SmartFilesystem", entfernen Sie dieses mit "Dateisystem löschen". Klicken Sie auf "Dateisystem hinzufügen", wählen Sie "FastFilesystem" aus dem Verzeichnis "L:", ändern Sie für standardmäßige Unterstützung langer Dateinamen den DOS-Typ von 444f5303 (DOS/03) auf 444f5307 (DOS/07), drücken Sie die Eingabetaste und klicken Sie dann auf "OK". Bei Einsatz des Smartfilesystems, verfahren Sie analog, verwenden jedoch "L:SmartFilesystem" und 53465300 (SFS/00) als DOS-Typ.

Klicken Sie auf einen unpartitionierten, schraffiert dargestellten Festplatten-Bereich und wählen Sie "Partition hinzufügen", um die "AmigaOS 4"-Partition anzulegen. Ziehen Sie die Partition mit der Maus auf die richtige Größe, setzen Sie bei "Bootbar" ein Häkchen und passen Sie ggf. den Namen sowie die Boot-Priorität an. Wählen Sie für den Vorrang von Disketten- und CD-Laufwerk eine Boot-Priorität unterhalb von 5! "Auto-Anmelden" sollte aktiv sein. Die Boot-Partition sollte in den ersten 4 GByte liegen, sofern der Controller-Treiber Partitionen außerhalb der ersten 4 GByte nicht unterstützt.

Klicken Sie auf "Dateisystem auswählen/Details bearbeiten" und wählen Sie entweder "Standard-Dateisystem" mit "Lange Dateinamen" für das Fastfilesystem oder "SFS/00" für das Smartfilesystem. Fastfilesystem profitiert auf Kosten eines höheren Verschnitts vor allem bei größeren Dateien von größeren Blockgrößen wie 2048 oder 4096 statt 1024 Byte, SmartFilesystem arbeitet bei einer Blockgröße von 512 Byte optimal. Überprüfen Sie die beiden Werte "max. Transfer" und "Maske" gemäß der Dokumentation zu Ihrem Controller.

Für IDE-Controller wählen Sie "128KBytes - IDE Standard" (1FE00), bei Problemen "64KBytes - fehlerträchtiges altes IDE" (FE00), und bei SCSi "16 MBytes - SCSI Standard" (FFE00) als maximaler Transfer aus dem Pop-up-Menü. Als Maske eignet sich in der Regel "Jeder Speicher - 32 Bit ausgerichtet" (7FFFFFFC). Hat ihr Amiga genug RAM verwenden Sie bei Partitionen mit vielen Dateien mehr als die standardmäßig eingestellten 600 Puffer.

Legen Sie ggf. noch weitere Partitionen für Programme und Daten an. Lassen Sie etwas Platz für eine Auslagerungspartition frei, um für ein zukünftiges "AmigaOS 4" mit Paging-Funktionalität gerüstet zu sein. Auf Wunsch legen Sie diese gleich auch mit an. Wählen Sie eine Größe zwischen 512 MByte und 1GByte, deaktivieren Sie "Auto-Anmelden" erstmal und wählen Sie unter "Dateisystem auswählen/Details bearbeiten" als DOS-Typ "SWAP" aus.


Formatieren
Änderungen am Partitionslayout übernimmt das Betriebssystem erst nach einem Neustart. Ein Dialogfenster von "Media Toolbox" weist darauf hin, wenn Sie Partitionen hinzufügen, in der Größe ändern oder löschen. Klicken Sie auf "Ja, Neustart sofort!", um den Neustart durchzuführen.

Klicken Sie auf "Format disk(s)" und wählen Sie im Format-Dialog das gewünschte Laufwerk, um die "AmigaOS 4"-Partition zu formatieren. Prüfen Sie Ihre Auswahl zweimal. Zeigt der Format-Dialog einen Füllstand ungleich 0 Prozent schauen Sie nochmal nach, ob es sich nicht um wichtige ungesicherte Daten handelt. Klicken Sie weiter, wenn Sie sich sicher sind, und ändern Sie ggf. Namen und Optionen. Bei einem FastFilesystem verwenden Sie die Optionen "FastFilesystem" und "Lange Dateinamen". Klicken Sie auf "Schnell" und bestätigen Sie die Abfragen, um die Partition zu formatieren. Nach dem Formatieren wählen Sie dann Ihre zuvor formatierte "AmigaOS 4"-Partition als Ziel für die Installation.

Im "AmigaOS 4"-Kickstart sind "Picasso 96" und gängige Grafikkarten-Treiber bereits integriert. Die Auswahl ist groß: Wählen Sie zwischen AGA, CyberVisionPPC/BVisionPPC, Cybervision 3D, Cybervision 64, Domino, Graffity, Merlin, Picasso II und IV, Piccolo und Picollo SD64, Pixel 64, Retina BLZ, Spectrum sowie den PCI-Karten Voodoo und Permedia. Mit "BootVGA Include" aktivieren Sie den Software-Flickerfixer von "AmigaOS 4", der systemkonform geöffnete AGA-Screens wie das Bootmenü mit 31 KHz öffnet.

Für die Wahl der passenden Monitor-Einstellungen lesen Sie in der Dokumentation zu Ihrem Monitor, welche maximale Horizontalfrequenz er unterstützt, und wählen Sie das Modell mit der nächst kleineren Monitorfrequenz. Auf Nummer sicher gehen Sie mit "800x600@60 (38 KHz)", viele Grafikkarten und Monitore stellen auch "1024x768@70 (57 KHz) dar. Für die Amiga-Monitore 1081 und 1084 wählen Sie "Amiga Monitor (15 KHz)". Spätere Änderungen sind via Piktogramm-Merkmale im Monitor-Treiber bzw. "Picasso96Mode" möglich.

Arbeitet in Ihrem Amiga ein IDEFix-Adapter, aktivieren Sie bei "Enable IDEFix Support" die Checkbox. Ist die IDEFix-Unterstützung aktiviert, aber kein IDEFix-Adapter installiert, hängt der Amiga beim Booten vielleicht. Entfernen Sie den IDEFix-Adapter, dann benennen Sie C:IDEFix um oder fügen in der "Startup-Sequence" am Anfang der Zeile C:IDEFix ein Semikolon ein. Besitzer einer CyberStormPPC aktivieren mit "Load the cybppc.device" den Treiber für den UWSCSI-Controller der Karte.

Die nächsten beiden Seiten fragen einige Hardware-Fixes ab. Bei einigen von Amiga Technologies hergestellten "Amiga 1200" funktioniert die automatische Erkennung des Disketten-Laufwerks nicht. Aktivieren Sie in diesem Fall die Option "Load the A1200 floppy fix". In den ersten Kilobytes des Hauptspeichers dürfen Anwendungen und Treiber unter "AmigaOS 4" nur auf die Adresse 4, die auf den Einsprungspunkt für die exec.library, die ExecBase verweist, zugreifen. Einige Treiber und ältere Anwendungen halten sich nicht daran. Bootet das installierte "AmigaOS 4" nicht, installieren Sie es erneut mit der Option "Enable base page access". Alternativ fügen Sie in der "Startup-Sequence" des installierten Systems in der Zeile mit "C:BootLoader" die Option

COMMANDLINE "AllowBasepageAccess"

hinzu. Für die aktuellen Treiber von "FastATA 1200 MK-III" und "FastATA 4000" ist dieser Workaround erforderlich.

Bei einem "GRex 4000 PCI"-Board aktivieren Sie die Option "Enable GRex 4000 fix". Die "GRex 4000"- und "1200 PCI"-Erweiterungen unterstützt "AmigaOS 4" derzeit nicht.

Abschließend zeigt das "Installation Utility" eine Zusammenfassung der Installation. Ab hier gibt es kein Zurück mehr.

Überprüfen Sie alle Angaben und klicken Sie "Next", um die Installation zu starten. Das Installationsprogramm kopiert die Dateien und passt die Konfiguration des installierten Systems gemäß Ihren Vorgaben an. Ist die Installation fertig, entfernen Sie CD bzw. Boot-Diskette aus den Laufwerken und starten Ihr System von der "AmigaOS 4"-Partition, um das neu installierte PPC-Betriebssystem zu starten.

lb

Informationen: WWW: http://www.alinea-computer.de
Alinea Computer,
Geschwister-Scholl-Str. 26,
61273 Wehrheim

I
nformationen: WWW: http://www.vesalia.de
Vesalia Computer,Gerda Does,
Magdalenenweg 4,
46483 Wesel

Literatur:

[1]Martin Steigerwald, Im Landeanflug, AMIGA-Magazin 1/2008

 

 

 

 

 

 

Erster Anlaufpunkt:
Die Webseite von Acube gibt Auskunft zu Kompatibilitätsfragen.

 

 

 

 

 

 

Lokalisierung:
"AmigaOS 4" bietet eine große Auswahl an Sprachen und Kodierungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prioritäten:
Auf die Reihenfolge kommt es an, damit der Amiga automatisch die CD oder die Diskette bootet.

 

 

 

 

 

 

Plattenwahl:
Nach der Wahl des Controllers zeigt die"Media Toolbox" die angeschlossenen Geräte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt für Schritt:
Nach und nach werden die Partitionen für die Installation von "AmigaOS 4"angelegt.

 

 

 

 

 

 

 

Dateisysteme:
Das "Kickstart ROM" 3.1 oder 3.0 braucht zum Booten die passenden 68k-Dateisysteme.

 

 

 

 

 

Feintuning:
Drehen Sie an den richtigen Schaltern, um die Geschwindigkeit zu erhöhen.


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Zuletzt aktualisiert am 12.02. 2008.